Jahrestagung der Schiedsrichter 2017 – Falkenauer Erfolge

Am Abend des 16.06.2017 trafen sich die Schiedsrichter des Kreisverbandes Mittelsachsen zur alljährlichen Jahrestagung in Frankenberg.

Der TSV 1888 Falkenau war dabei mit seinen 5 Schiedsrichtern vertreten (Marc Jünger, Sascha Baldauf, Niclas Neubert, Paul Schmieder und Max Kluge).

Die Tagung dient einerseits zur Mitteilung der Einstufungen für die kommende Saison. Andererseits wurde die Saison mit Bildern/Statistiken ausgewertet und Schiedsrichter mit besonderen Leistungen oder langjährigen Laufbahnen ausgezeichnet.

Große Erfolge hatten die Schiedsrichter aus Falkenau zu verbuchen. Besonders erfolgreich bestritt Marc Jünger die Saison 2016/17. Nicht nur der Aufstieg in die Mittelsachsenliga zur Halbserie, sondern jetzt auch der Aufstieg in die Landesklasse der Herren kann gefeiert werden. Aber auch Niclas Neubert und Paul Schmieder hinterließen beim Schiedsrichterausschuss einen bleibenden Eindruck und können den Aufstieg in die Mittelsachsenliga bejubeln. Nicht zu vergessen ist unser Jungschiedsrichter Max Kluge, der mit erst 14 Jahren den Aufstieg in die 2. Kreisklasse der Herren geschafft hat und in die Coachinggruppe des KVF Mittelsachsens aufgenommen wird.

Der Ansetzer Roberto Martin benannte außerdem die Schiedsrichter mit den meisten Spielen in der Saison 2016/17. Dazu gehörten wieder, wie soll es auch anders sein, die Falkenauer Schiedsrichter. Platz 2 mit 64 Spielen belegte Paul Schmieder. Platz 3 mit 58 Spielen belegte Marc Jünger. Knapp dahinter folgten Niclas Neubert und Max Kluge.

Außerdem wird Paul Schmieder zukünftig im Lehrstab des Kreisverbandes Mittelsachsen tätig sein. Er vertritt somit den Verein nochmal auf einer ganz anderen Ebene.

Zusammenfassend war die Saison 2016/17 für die Falkenauer Schiedsrichter ein riesengroßer Erfolg, wo Saisonziele nicht nur erreicht, sondern übertroffen wurden. Dafür gebührt auch ein großer Dank unserem SR-Obmann Sascha Baldauf, der uns auf diesem Weg wahnsinnig unterstützte.

Bericht von Paul Schmieder

Am Rande der Halbjahrestagung der Kreisoberligaschiedsrichter sowie der Coachinggruppe des Kreisverbandes Mittelsachsen am 28.01.2017 gab es aus Falkenauer Sicht eine ganz besondere Mitteilung. Nachdem unsere Coachinggruppen-Schiedsrichter vor der Saison alle den Aufstieg in die Mittelsachsenklasse erreichen konnten, gab es nunmehr für Marc Jünger zur Halbserie den Schritt in das Oberhaus unseres Kreisverbandes zu feiern. Der Schiedsrichterausschuss würdigt damit im Besonderen die Leistungen von Marc und schickt einen sehr ambitionierten Schiedsrichter ins Rennen um höhere Aufgaben. Mit großem Stolz können wir somit auf unsere kontinuierliche und solide Arbeit im Schiedsrichterwesen innerhalb unseres Vereines schauen. Bei gleichbleibender Leistungsdichte können wir vielleicht zur Jahreshauptversammlung im Sommer die nächsten Aufstiege feiern. Jungs, Respekt und Anerkennung für Eure Leistungen und macht unbedingt weiter so!

 

Ein hoffnungsvoller Referee aus der Eliteliga zieht Mittelsachsens Schiedsrichter in seinen Bann. 100 Gäste waren bei einem Vortrag von Harm Osmers in Flöha dabei.

Flöha.  Zwischen der Mittelsachsenliga und der Bundesliga liegen sportlich gesehen Fußballwelten. Doch Harm Osmers, seit mehreren Jahren Bundesliga-Schiedsrichter, machte seinen Kollegen aus dem Kreisverband Mittelsachsen während eines Lehrabends in der Aula der Oberschule Flöha-Plaue schnell klar, dass sich der Job als Unparteiischer gar nicht so sehr unterscheidet. "So viel trennt uns gar nicht. Egal in welcher Liga - man kann seinen Job als Schiedsrichter nur gut machen, wenn man Spaß an der Sache hat", sagt der 31-Jährige.

Den rund 100 anwesenden Gästen, darunter 75 Schiedsrichter aus den Altkreisen Flöha und Mittweida, vermittelte er in einem kurzweiligen Vortrag interessante Fakten rund um die Spielleitung. Dabei band der gebürtige Bremer auch einige strittige Spielszenen ein, die er an die Leinwand warf und zur Diskussion stellte. Osmers, der seit 2011 Spiele der 2. Bundesliga leitet und seit diesem Jahr auch in der 1. Bundesliga eingesetzt wird, machte deutlich, dass der Fußball in den vergangenen Jahren nicht unbedingt unfairer geworden ist. "Durch die moderne Technik wird aber viel mehr aufgedeckt", sagt der Referee. Gab es 1970 im Durchschnitt drei Fernsehkameras, waren es zur letzten Weltmeistschaft 30.

Dennoch hat sich der Fußball grundlegend verändert. Das Spiel sei viel dynamischer geworden, so Osmers. "Bei der WM 1954 lief jeder Spieler durchschnittlich drei Kilometer, 60 Jahre später sind es schon elf Kilometer", führte er als Beweis an. Auch die wirtschaftlichen Faktoren spielten eine viel größere Rolle als vor 50 Jahren. Osmers machte zudem deutlich, dass der Schiedsrichter in der Eliteliga nicht nur am Spieltag, sondern auch in der Vor- und Nachbereitung gefragt sei. "Ein Bundesliga-Schiedsrichter ist praktisch ein Leistungssportler, der sich täglich fit halten muss. Dazu kommen die Lehrgänge des DFB, aber das Fernseh- und Videostudium.

Interessierte Zuhörer waren auch Niclas Neubert, Paul Schmieder und Marc Jünger vom TSV Falkenau. Das Trio gehört in Mittelsachsen zum hoffnungsvollen Schiedsrichternachwuchs. "Harm Osmers ist uns absolut auf Augenhöhe begegnet und hat auch Einblicke hinter die Kulissen gewährt", strahlt Paul Schmieder. Und Niclas Neubert freute sich, dass der Kreisverband eine solche Veranstaltung überhaupt anbietet. Der Termin kam unter Mithilfe von Jörg Ehrt zustande, der beim Sächsischen Fußballverband für das Schiedsrichterwesen zuständig ist. "Wir hatten uns mit der Bitte an ihn gewandt, dass ein Bundesliga-Schiedsrichter einen Vortrag bei uns hält. Mit Harm Osmers haben wir einen Volltreffer gelandet", sagt der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Thomas Pretschner.

Für Osmers war es nicht der erste Auftritt vor unterklassigen Schiedsrichtern. "Drei, vier Mal im Jahr habe ich auf diese Art die Möglichkeit, Einblicke in den Ablauf der Bundesliga zugeben. Mehr Zeit habe ich nicht, da ich auch noch beruflich tätig bin", sagt der Schiedsrichter, der schon in Glasgow bei einem Spiel der Champions-League an der Linie stand. "Vor 15 Jahren saß ich auch in solchen Lehrabenden und freute mich, wenn ein Bundesliga-Schiri zu uns kam. Deshalb stehe ich dafür gern zur Verfügung", so Osmers.

Die mittelsächsische Schiedsrichtergilde bezeichnete der 31-jährige Bremer als eine bunte Mischung aus Jung und Alt. Zum Schluss gab es dann herzliche Lacher, als einer der Anwesenden doch noch einen klaren Unterschied zwischen Kreisliga- und Bundesligaschiedsrichter herausstellte. "Das ist dann wohl die Bezahlung."

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